Schattenformen der Archetypen

 

Die Schattenformen der Archetypen repräsentieren das „Verlorene Selbst“ oder „Verleugnete Selbst“ einer Person. Durch ungünstige Umstände in Kindheit und Jugend, z.B. wenn der Mensch ohne gute männliche Vorbilder oder mit stark negativen Bezugspersonen aufwachsen musste, entwickeln sich statt der positiven Form entsprechende Schattenformen.

Im Alltag sind die folgend beschriebenen etremen Schattenformen nicht so sehr verbreitet. Viel öfter findet man aber spürbare Tendenzen in die jeweilige Richtung, oft stark genug, um sich als hinderlich für beruflichen Erfolg oder privates Glück zu erweisen. Sie sind Hinweis auf ein wichtiges Entwicklungspotenzial dieses Menschen. Das gilt übrigens für Mann und Frau, auch wenn hier nur von Männern die Rede ist.

Schattenformen des Königs

Der Tyrann demonstriert eigene Wichtigkeit und Macht, verspottet und setzt andere herab, entwürdigt, setzt beinharte Grenzen, verbreitet Angst vor Strafe, statuiert harte Exempel.

Der Schwache: weigert sich Verantwortung zu übernehmen und erwachsen zu werden, gibt jedem Recht, lässt alles zu, steht für nichts ein; hat Angst vor Konfrontationen, dem Unbekannten und vor Veränderung, kann keine schlechten Nachrichten überbringen

Schattenformen des Kriegers

Der Sadist ist hart, brutal, kämpft ohne Rücksicht auf Verluste und Sinn des Kampfes, fühlt sich schnell angegriffen, überflutet von Spannung, Angst, Wut. Er ist aggressiv auch gegen Partner und Teammitglieder, hasst Schwäche, Verletzlichkeit, Hilflosigkeit.

Der Masochist lässt sich viel gefallen, engagiert sich nirgends, traut sich wenig  zu, scheut Herausforderungen und Auseinandersetzungen; er ist passiv aggressiv, kämpft ungeübt und ungeschickt, gibt schnell nach, gebraucht Ausreden, wird unter Druck aggressiv.

Schattenformen des Magiers

Der Manipulant zieht Fäden zu seinem eigenen Vorteil, spielt seine Spielchen zum Nachteil der Gemeinschaft, setzt Intrigen und Gerüchte in die Welt, akzeptiert nur die eigene Sicht

Der Ahnungslose „funktioniert“ oberflächlich ohne Selbsterkenntnis, unterdrückt Signale von Körper und Seele, wertet jede Beschäftigung mit tieferen Themen ab, hinterfragt nichts

Schattenformen des Liebhabers

Der Süchtige geht völlig auf in positiven oder negativen Empfindungen, übernimmt keine Verantwortung für sich und andere, sucht dauernd Ablenkung und elektrisierende Erlebnisse, braucht permanente Stimulation, ruhelos, rastlos, baut permanent Luftschlösser

Der Lieblose lebt kalt und leidenschaftslos innerhalb enger Grenzen, ohne Spontaneität,  Liebe und Enthusiasmus, hat Angst sich gehen zu lassen und die Kontrolle zu verlieren, Scham vor Berührung, kurze lustlose Sexualität, alles muss korrekt und anständig sein.